Fassenacht Mainz – 14.–16.02.2026

Samstag – Prinzegardeball

Treffunkt um 6.30 Uhr bei der OSRM. Wer zu dieser Uhrzeit schon geschniegelt aussieht, lügt. Aber pünktlich waren wir – und voller Vorfreude – auf dem Weg ins Abenteuer Mainz!

Beim Deutschen Zoll wurde es dann historisch: Zum ersten Mal überhaupt mussten wir tatsächlich unsere IDs zeigen. Also… diejenigen, die wussten, wo ihre gerade sind. Der Rest schaute motiviert in Taschen, Koffer und Instrumentenkoffer und suchten sich ein verstecktes Plätzchen. Aber hey – wir durften durch!

Der geplante Rastplatz war leider besetzt. Improvisation ist schliesslich eine unserer Kernkompetenzen, also picknickten wir auf einem sehr kleinen Parkplatz. Die Lasagne? Sensationell. Genau das Richtige als Unterlage für ein Fasnachtswochenende.

Nach gut sieben Stunden Fahrt erreichten wir Mainz und bezogen unser Hotel. Kaum eingecheckt, startete das Standardprogramm: Airbrushen, Apérölen, Znacht – und ab in die Rheingoldhalle zum Prinzengardenball.

Und was sollen wir sagen? Die Auftritte: wow. Die Stimmung: wow. Die Menschenmengen: riesig. Wir waren geflasht, begeistert und mittendrin. Dazwischen und danach galt: Party, Party, Party!

Sonntag – Showtime!

Zum Glück kein Morgengrauen-Start. In Ruhe zmörgele, brushen und dann ab ins Proviantamt der Prinzengarde. Unser obligater Auftritt bei der Garde? Solide. Würde sagen: Fasnachts-tauglich.

Danach durften wir bei den Mainzer Amazonen in einem Restaurant in der Innenstadt spielen – einer reinen Frauengruppe der Prinzengarde. Und die hatten vielleicht eine Freude! Unser kleines Konzert wurde gefeiert, als hätten wir gerade den Eurovision gewonnen.

Dann kam DAS Highlight: Hauptbühne. 15’000 Zuschauer. Fünfzehntausend!
Hammerfeeling. Gänsehaut. Adrenalin. Einfach ein unvergesslicher Moment.

Im Anschluss tourten wir weiter durch die Altstadt und spielten auf verschiedenen Plätzen. Der herzige Abschluss: ein Auftritt vor dem „Beichtstuhl“ – einer sehr passenden Kneipe in Hotelnähe. Wer danach noch etwas zu beichten hatte, blieb diskret.

Der Abend war programmfrei – also durfte jeder nach eigenem Gusto feiern, tanzen, singen, grölen, essen oder Flüssignahrung konsumieren. Fasnacht eben.


Rosenmontag – jetzt wird marschiert!

Früh raus. Sehr früh. Zmörgele, brushen, packen, auschecken. Und ja – es gab einige Gesichter, die mehr Airbrush als andere benötigten. Wir nennen das «kreative Nachbearbeitung».

Um 9.30 Uhr standen wir am Start des Umzugs und warteten auf den Start. Unsere Nummer: 41. Schön „tief“ – was bedeutete: früher laufen, früher fertig, früher heim. Das gefiel uns.

7,5 km Umzug. Rund 500’000 Menschen.
Beeindruckend. Laut. Anstrengend. Einmalig.

Durch ein Meer von Menschen zu marschieren ist schon etwas ganz Besonderes. Und das Wetter? Gnädig. „fast“ trocken. Die paar Tropfen haben uns definitiv nicht aufgehalten.

Am Streckenende wartete unser Car – wir verluden alles tipptopp und hatten sogar noch Zeit für eine kleine Stärkung, bevor wir um ca. 15.00 Uhr die Heimreise antraten.

Spät, müde, aber glücklich erreichten wir Murten.
Und zack – schon ist dieses mega Wochenende wieder Geschichte.

Aber kein Problem: In drei Wochen wartet bereits unsere Fastnacht in Murten. Ausruhen können wir später.

Die kleinen, internen Storys?
Die bleiben selbstverständlich in Mainz.

Für immer uf d’Loubeschränzer