Fasnacht Schliern b. Köniz – Samstag, 07.02.2026

Ab 8.00 Uhr standen wir mit fit und munter beim Brushteam an und liessen unsere Gesichter in Fasnachtskunstwerke verwandeln. Ein riesiges Merci euch für eure Engelsgeduld – selbst dann, als die Technik offensichtlich beschlossen hatte, heute gegen euch zu spielen. Ihr habt trotzdem tapfer ein Gesicht nach dem anderen gerettet.

Nach dem Verladen ging’s ab in den Car Richtung Schliern bei Köniz. Kurz nach dem Mittag trafen wir beim Apèrokonzert ein und konnten uns dort musikalisch schon mal warm hören – dank den anderen Guggen. Zwei Songs steuerten wir ebenfalls bei, bevor wir uns für den kurzen, aber «lehrreichen» Umzug zur Mehrzweckhalle aufstellten. Dort wartete eine Fasnacht für Gross, Klein und alle dazwischen.

Der Umzug führte uns schmerzhaft, aber ehrlich vor Augen: In unserem Verein hat in den letzten Jahren ein ordentlicher Generationenwechsel stattgefunden. Dinge wie „geordnet und in Reihen Einstehen“, „Loslaufen“ oder „Nicht stehen bleiben“ waren für einige offenbar eher theoretische Konzepte. Für uns „Alten“ ein Déjà-vu, für die Neuen ein Crashkurs in Umzugskunde. Auch musikalisch war noch Luft nach oben – sehr viel Luft. Der erste Bühnenauftritt war… sagen wir mal: ausbaufähig. Sevu nahm uns nach dem Set freundlich, aber bestimmt zur Seite und erinnerte uns daran, dass wir das eigentlich besser können. Diese kleine, flammende Motivationsrede sass – und wirkte!

Denn siehe da: Der nächste Auftritt war deutlich besser, viel konzentrierter und machte endlich wieder richtig Spass. Aha-Effekt inklusive.

Mit der Essensausgabe startete auch das Abendprogramm, unser nächster Auftritt liess jedoch bis kurz vor 21.30 Uhr auf sich warten. Die Zeit vertrieben wir uns äusserst fasnächtlich mit Lachen, Plaudern, Trinken und Tanzen vor der Bühne bei den anderen Guggenauftritten. Unser Auftritt war dann top, und das Murtner Prinzenpaar beehrte uns zusammen mit ein paar ihrer FGM – Gspändli mit seiner Präsenz – Glamour pur, merci vielmal!

Die Wartezeit bis zum nächsten Auftritt nach Mitternacht fühlte sich für einige Schränzer etwa so lang an wie eine Polonaise ohne Musik. Müdigkeit machte sich breit, Instrumente wurden schwerer und Augenlider immer tiefer. Trotzdem: Auch der letzte Auftritt war wieder okay, und um 1.45 Uhr bestiegen wir den Car Richtung Heimat – müde, leicht heiser, aber zufrieden.

Fazit: Manchmal ist es gut, wenn nicht alles perfekt läuft. So bleibt man geerdet, lernt dazu und weiss wieder, woran man arbeiten muss. Wir freuen uns auf Mainz – dort werden die gesammelten „Lehrblätze“ garantiert in klingende Münze umgewandelt 🎺🥳

Für immer uf d’Loubeschränzer